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Vater aus Liebe

Panisch eilt Felix zu seinem verunglückten Sohn.
Panisch eilt Felix zu seinem verunglückten Sohn. | Bild: Astrid Wirth

Die alleinstehende Christine Arnold, mit großem Erfolg als Wirtschaftsanwältin in einer Kölner Kanzlei tätig, ist auf dem Weg zu ihrer alten Freundin Judith, die eine sehr schwierige Lebensphase durchmacht: Vor kurzem hat sie sich von ihrem langjährigen Freund Felix getrennt. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn, Marco, der sehr an seinem liebevollen Vater hängt. Wann immer es geht, verbringt der Junge Zeit mit seinem Papa. Judith würde es indes gerne sehen, dass Marco auch ein freundschaftliches Verhältnis zu ihrem neuen Lebenspartner Georg entwickelt. Doch obwohl der gutmütige Georg sich nach Kräften bemüht, die Sympathie des Jungen zu gewinnen, hält Marco den „Neuen" seiner Mutter auf Distanz. Als der Junge während eines Besuchs bei seinem Vater einen unglücklichen Fahrradunfall hat, platzt Judith der Kragen: Sie will dem „verantwortungslosen" Felix den Umgang mit Marco verbieten. Natürlich ist Felix nicht bereit, diese Entscheidung hinzunehmen - um die Sache ein für alle Mal zu klären, will er seine väterlichen Ansprüche von einem Gericht bestätigen lassen. Zu diesem Zweck wendet er sich ausgerechnet an Christines Vater, den Familienanwalt Dr. Peter Arnold.

Als Judith heimlich einen Vaterschaftstest durchführen lässt, bei dem sich herausstellt, dass Felix nicht der leibliche Vater von Marco ist, schwinden Felix' juristische Chancen: Als Scheinvater kann er laut Gesetz kein Umgangsrecht geltend machen. Trotzdem will Felix vor Gericht ziehen - für ihn bleibt Marco sein Sohn, ganz gleichgültig, wer der leibliche Vater ist. Unterdessen versucht Christine, zwischen den zerstrittenen Parteien zu vermitteln – denn sie kann einerseits die Bedenken von Judith nachvollziehen, die nach der schmerzhaften Trennung endlich wieder ein normales Familienleben führen will, andererseits hat sie Verständnis für den sympathischen Felix, der Marco trotz allem ein guter Vater sein möchte. Mit dieser Haltung gerät Christine immer stärker zwischen die Fronten.

Als sie beschließt, den verzweifelten Felix trotz seiner geringen Erfolgschancen juristisch zu vertreten, riskiert sie ihre Freundschaft mit Judith und brüskiert ihren Vater. Vor Gericht droht es zu einer verletzenden Schlammschlacht zu kommen.

Mit "Vater aus Liebe" hat Imogen Kimmel einen berührenden Familienfilm inszeniert. Auf realistische Weise nimmt sich das hervorragend gespielte Drama eines brisanten Themas an. Zugleich erzählt „Vater aus Liebe" von einer Frau, die versuchen muss, zwischen Freundschaft und Gerechtigkeitsempfinden einen Mittelweg zu finden. In den Hauptrollen sind Bettina Kupfer und Tina Ruland zu sehen. In weiteren Rollen spielen Uwe Bohm und Michael Degen.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Christine Arnold Bettina Kupfer
Judith Kindler Tina Ruland
Felix Bergmann Uwe Bohm
Marco Kindler Jonas Hämmerle
Dr. Peter Arnold Michael Degen
Georg Klinghammer Ralph Misske
Klara Hohmeyer Barbara Focke
Anton Tom Hoßbach
Dr. Weiss Georg Lenzen
Frau vom Jugendamt Petra Welteroth
Hans Engeland Peter Cieslinski
Henry Dreesen Dirk Harper
Musik: Andreas Schäfer
Biber Gullatz
Kamera: Guntram Franke
Buch: Nicole Walter-Lingen
Regie: Imogen Kimmel

Erstausstrahlung: 26.09.2008

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