So., 08.11.09 | 17:03 Uhr
Das Erste
Welt in Zahlen – Tatort Meer
Das Plastik wird immer mehr, der Fisch immer weniger.
Jedes Jahr wird schätzungsweise drei Mal so viel Müll ins Meer gekippt wie Fische heraus geholt werden. Mittlerweile gelten 75 Prozent aller kommerziell genutzten Fischarten als überfischt.
Urlaubsparadies Mittelmeer: Mehr als die Hälfte der an den Küsten liegenden Städte hat keine Kläranlagen. Die Folge: Mindestens 60 Prozent der Abwässer fließen direkt ins Meer.
Dazu kommen pro Jahr etwa drei Millionen Tonnen Schweröl-Rückstände, die von Schiffen illegal abgelassen werden. Das entspricht etwa 40 schweren Tankerunglücken.
In der Antarktis ist das arktische Packeis wegen der Erwärmung der Ozeane in den letzten 20 Jahren um etwa acht Prozent zurück gegangen. Bis zum Jahr 2100 ist ein weiterer Rückgang von bis zu 50 Prozent zu erwarten. Die Folge: Der Meeresspiegel wird dramatisch ansteigen – um bis zu einen Meter.
Die Weltmeere versauern: Durch die Aufnahme von immer mehr Kohlendioxid sinkt der pH-Wert. An manchen Stellen geht die Versauerung zehn Mal schneller voran, als in allen bislang bekannten Computersimulationen berechnet. Mit dramatischen Folgen für Korallen, Schalentiere und Fische!
Autor: Stefan Geier
Animation: Tom Murmann
Stand: 04.08.2015 14:14 Uhr